Dabei haben die meisten Menschen aber noch nie eine Kakaopflanze in vivo gesehen. Der Kakobaum ist ein typischer Unterholzbaum des Regenwaldes. Er wird maximal etwa 10 Meter hoch, bleibt aber im Schatten höherer Bäume meist kleiner bis etwa 5 Meter. Auf Kakaoplantagen wird er zur leichteren Ernte der Früchte auf eine Höhe von 3 – 4 Metern gestutzt. Der Baum hat große, längliche Blätter, welche sich wie Pergament anfühlen und das ganze Jahr grün sind. Der Kakaobaum treibt mehrmals im Jahr neue Blätter. Diese sind anfänglich blass und hängen schlaff herab. Sie werden erst grün und richten sich auf, wenn sie voll ausgewachsen sind.
Auch die Früchte (Kakaoschoten/Cocoa Pods) sind recht unbekannt. Es sind große, im reifen Zustand gelbe-braune Beeren und werden bis etwa 500 Gramm schwer. Frische Kakaosamen sind von einem sehr schmackhaften Pulp ummantelt, (fruchtig süß und ein bisschen sauer) dem „Mucilage de cacao“. Dieser Pulp ist aber nicht das, was später zum Kakaopulver wird. Das besteht aus den fermentierten und getrockneten Samen. Abzüglich der Samenschale und der Radicula sind es die Keimblätter der sich entwickelnden Jungpflanzen, die den Hauptanteil am Kakaoprodukt machen.
Aufgrund der schweren Früchte blüht der Kakaobaum am Stamm und an dicken Ästen, was sich Kauliflorie nennt. Wann er das Erste mal blühen und Früchte tragen kann, hängt somit auch nicht von der Höhe der Pflanze ab, sondern vom Stammdurchmesser. Der Hauptstamm muss etwa einen Durchmesser von 5cm haben, bevor sich zum ersten mal Blüten bilden können. Dann sind die Pflanzen meist etwa 2,5m hoch und können auch zum Ersten mal gestutzt werden. Bei guter Pflege erreicht ein Sämling diese Maße nach etwa 2 bis 4 Jahren.
Man unterscheidet bei Kakao klassisch zwischen 3 Sorten: Criollo, Forastero und Trinitario.
Die edelste, aber in der Kultur auch empfindlichste Sorte ist Criollo. Forastero ist ertragreich und robust, daher bei den Farmern besonders beliebt. Trinitario ist eine Mischsorte.
Die Sorten lassen sich aber leicht hybridisieren, was in der Praxis zu einer wesentlich höheren Zahl an Sorten mit feinen Unterschieden führt.
Unsere Kakaopflanzen gehören zum Typ der Forasteros.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

























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