Wie der Name schon vermuten lässt, stammt dieser Geweihfarn (Platycerium) von Madagaskar. Er wächst dort im Nordosten der Insel in hohen Bäumen der Gattung Albizia. Scheinbar kommt er (fast?) nur auf einer einzigen Baumart vor, Albizia adianthifolia. Glücklicherweise muss man dies aber in Kultur nicht nachahmen um die Pflanze erfolgreich zu pflegen.
Platycerium madagascariense ist der kleinste Vertreter der Gattung. Meist erreicht er einen Durchmesser von ca. 15 bis 20cm, selten bis 30cm. Er wächst nicht im Tiefland sondern auf Höhen von 400 bis 1100m ü.N.N. und bevorzugt deshalb mildere Temperaturen statt brütender Hitze.
Er produziert zwei verschiedene Arten von Blättern. Zum einen die normalen, und bei älteren Pflanzen sporentragenden Wedel, zum anderen die sogenannten „Mantelblätter“. Die Wedel sind bei P. madagascariense einfach gestaltet, mit einer oder 2 Gabelungen und abgerundeten Enden. Die Mantelblätter schützen das Rhizom und die Wurzeln und haben auffällige Erhebungen, was ihn zu einer der attraktivsten Geweihfarne macht. Ältere Mantelblätter sterben ab und werden braun, verbleiben aber am Farn.
Diese Erhebungen bieten in der Natur wahrscheinlich Lebensraum für Ameisen, welche sich unter den Mantelblättern einnisten.
Am schönsten wächst er aufgebunden bzw. seitlich angebracht an einer Unterlage, wie z.B. Kork. Dort kann er die Form ausbilden, die er auch in der Natur bekommt. Diese Art sollte immer leicht feucht gehalten werden und benötigt eine erhöhte Luftfeuchtigkeit. Wir empfehlen sie deshalb für Pflanzenvitrinen oder Terrarien, aber nicht als Zimmerpflanze.





















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