Diese Ameisenpflanze kommt nur am Kutubu See, dem zweitgrößten Sees von Papua-Neuiguinea vor.
Sie bekommt einen unregelmäßig geformten, stacheligen Caudex, bei dem die unverzweigten, schwarzen Stacheln in losen Reihen angeordnet sind. Die Eingänge für Ameisen in den Caudex sind unregelmäßig verteilt. Myrmecodia kutubuensis ist ein Epiphyt und wächst nur als Jungpflanze aufrecht. Der langgestreckte Caudex ist in der Natur horizontal oder hängend und die Pflanze sollte auch in dieser Position befestigt werden um ein gutes Wachstum zu gewährleisten.
Wie für Myrmecodia typisch hat die Pflanze meist nur einen Haupttrieb, der immer länger und dicker wird, sich aber nur wenig bis gar nicht verzweigt. Bei Myrmecodia kutubuensis hat der Stamm ebenfalls Stacheln. Die Blüten entspringen aus Vertiefungen im Stamm, den sogenannten Alveoli. Diese Vertiefungen im Stamm schützen die sich entwickelnden, zarten Blüten, bis sie bereit sind sich zu öffnen. Die Blüten sind weiß, etwa 5 bis 8mm groß und nur wenige Tage geöffnet. Nach kurzer Zeit bilden sich aus den Blüten langgestreckte, lachsfarbene Früchte.
Myrmecodia kutubuensis ist eine etwas kleiner bleibende Myrmecodia. Der Caudex wird etwa 30 cm lang und erreicht einen Durchmesser von ca. 10 cm.
Myrmecodia kutubuensis ist bei guter Pflege schnellwüchsig. Sie wird am besten in einem Terrarium oder einer Pflanzenvitrine gepflegt.
Über Ameisenpflanzen
Myrmecodia sind sogenannte „Ameisenpflanzen“ aus der Familie der Rötegewächse (Rubiaceae). Sie sind von Südostasien bis Australien und von Papua bis zu den Solomonen weit verbreitet und wachsen meist epiphytisch auf Bäumen. Sie gehören dabei zu den myrmecodomen Ameisenpflanzen, das heißt sie bieten Ameisen ein Nest an. Ihr verdickter Stamm, auch als „Caudex“ bezeichnet, ist von zahlreichen Gängen und Kammern durchzogen, in denen spezialisierte Ameisen wohnen, meist aus der Gattung Philidris. Die Ameisen legen dabei weder die Kammern, noch die Eingänge selbst an. Diese werden allein von der Pflanze gebildet, ob Ameisen vorhanden sind oder nicht.
Die Pflanze hat eine mutualistische Beziehung (beide Seiten profitieren) mit den in ihr wohnenden Ameisen. Die Ameisen beschützen die Pflanze, ihr Nest, und düngen sie in Form von Futterresten, Kot und anderem „Abfall“. In der Pflanze gibt es mehrere unterschiedliche Arten von Kammern. Solche mit glatten Wänden und solche mit warzigen Wänden. Besonders die warzigen Kammern sind speziell dazu angepasst Nährstoffe aufzunehmen. Die Ameisen nutzen die glatten Kammern zum wohnen und die warzigen Kammern als „Mülldeponie“ und versorgen so die Pflanze mit Nährstoffen. Bei einigen besonders spezialisierten Ameisenpflanzen übernehmen die Ameisen sogar die Bestäubung der Blüten und pflanzen die Sämlinge!
Über viele Jahre breiten sich die Kolonien aus Ameisen plus Ameisenpflanzen über einen Baum aus und es gesellen sich auch andere mit Ameisen assoziierte Epiphyten, z.B. Hoya, Dischidia, Lecanopteris und Orchideen dazu. Ein sogenannter „Ameisengarten“ entsteht.
Nicht jede Ameisenpflanze ist in der Natur auch von Ameisen bewohnt. Es gibt sogar zahlreiche Arten, in denen noch nie Ameisen nachgewiesen wurden! Das bedeutet auch, dass keine Ameisenpflanze unbedingt eine Kolonie aus Ameisen braucht um zu überleben oder gut zu wachsen. Alle unserer in Kultur gezogenen Ameisenpflanzen sind selbstverständlich frei von Ameisen! Der Caudex wird auch ohne Ameisen genau so gebildet wie in der Natur.
Du erhältst eine Jungpflanze im 5,5cm Topf (siehe Bild 3 in der Galerie). Myrmecodia bilden auf den Blättern sog. Verkorkungen. Es handelt sich dabei nicht um Schädlinge!
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