Aronstabgewächse der Gattung Cyrtosperma sind in Europa bislang noch fast unbekannt, dabei sind sie wunderschön und sehr pflegeleicht.
Es sind Sumpfpflanzen, welche in den saisonal durch Monsun überfluteten Wäldern von Papua-Neuguinea, Indonesien und umliegenden Inseln wachsen. Dabei tolerieren sie sogar Brackwasser.
Sie haben einen aufrechten Wuchs mit vertikal getragenen Blättern, ähnlich wie einige Alocasia. Sie werden ausnahmslos groß, mit Höhen von 2 bis 4 Metern. Die Blätter sind zugespizt und pfeilförmig. Sie bilden ein sehr dickes Rhizom, welches ebenfalls über 2 m lang werden kann und in ihrer Heimat gekocht verzehrt wird. Alte Rhizome können über 100 kg wiegen! Damit ist es das größte Gemüse der Welt.
Die hier angebotenen Pflanzen sind wahrscheinlich zur Art C. giganteum zugehörig, einer äußerst seltenen Art, welche in der Natur nur wenige Male gefunden wurde.
Sie wurde erstmals 1907 von dem niederländischen Botaniker Gerard Martinus Versteeg und 1909 von dem ebenfalls niedeländischen Arzt und Psychiater Lucien Albert Marie von Römer gesammelt.
Basierend auf Versteegs Sammlung benannte Adolf Engler die Pflanze Cyrtosperma giganteum. Danach gab es keine weiteren wissenschaftlichen Aufzeichnungen der Art für mehr als 90 Jahre (!) bis sie 1999 und 2000, auf zwei Expeditionen im Süden Papuas wiederentdeckt wurde. Allerdings wurde diese Wiederbegegnung mit der Pflanze nicht veröffentlicht, außer einem einzigen Foto, welches zur Illustration der Gattung Cyrtosperma in Plants of the World Online verwendet wurde. Erst im Dezember 2020 wurde diese Art erneut gefunden und diesmal auch wissenschaftlich untersucht (Link zum Paper)
Die Pflanzen, die wir hier anbieten kamen im September 2020 als Samen aus Papua nach Europa, geerntet von in Kultur befindlichen Mutterpflanzen, welche zum Gemüseanbau gezogen wurden und anscheinend nie als das viel seltenere C. giganteum aufgefallen waren. Erst wurden sie als die üblicherweise kultivierten C. merkusii identifiziert. Als sie wuchsen und es klar wurde, dass es sich um etwas anderes handelt, wurden sie dann als Cyrtosperma sp. „Papua“ und schließlich (vorläufig) als C. giganteum identifiziert.
Diese Pflanzen zeigen allerdings einige markante Unterschiede zu den sehr wenigen bekannen Beschreibungen von C. giganteum. So sind die Blattstiele deutlich kürzer und die Blätter sind stark unregelmäßig gewellt. Ob es sich also wirklich um C. giganteum handelt ist immernoch nicht abschließend geklärt.
















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