- Herkunft: Indien
- Pflege: Einfach / Mittel / Fortgeschritten
- Als Zimmerpflanze geeignet?: Ja / Eingeschränkt / Nein
- geeignete Standorte: Terrarium, Pflanzenvitrine, Westfenster, Ostfenster
- Besonderheiten: Diese Art ist zweihäusig, das heißt es existieren männliche und weibliche Pflanzen.
Details zur Pflanze
Begonia burkillii (oft auch falsch mit nur einem L als „burkilii“ geschrieben) kommt aus dem indischen Bundesstaat Arunachal Pradesh, welcher sich im äußersten Nordosten des Landes befindet. Sie wurde von Rekha Morris auf ihren gefährlichen Sammelreisen in die streng gesperrten Gebieten von Arunachal Pradish in Kultur gebracht. Arunachal Pradesh hat eine umstrittene Grenze mit China im Norden an der McMahon-Linie, welche militärisches Sperrgebiet ist.
Dort wächst Begonia burkillii im Vorgebirge des Himalayas auf Höhen von 300 bis 1100m. Das Klima dort ist gemäßigt, frostfrei und aufgrund des jährlichen Monsuns sehr, sehr nass. Von Juni bis September sind es tagsüber fast immer über 30°C und nachts selten unter 23°C, dazu gibt es außergewöhnlich starke Regenfälle. Die Trockenzeit von November bis Februar ist durch starke kühle und trockene Nordostwinde aus dem sibirischen Hochland gekennzeichnet. Hier sind es tagsüber nur etwa 24°C und nachts kühlt es auf um die 12°C ab. In höheren Lagen, wo Begonia burkillii hauptsächlich wächst, ist es etwas kühler.
Begonia burkillii ist eine ziemlich ungewöhnliche Art. Sie wurde zur Sektion Sphenanthera gezählt, welche aber inzwischen nicht mehr als eigene Sektion gezählt wird, sondern als Untersektion von Petermannia. Pflanzen in dieser (Unter)Sektion zeichnen sich durch ihre Früchte aus, welche nicht wie die Früchte anderer Begonien komplett austrocknen und sich dann öffnen, um die Samen über den Wind zu verteilen, sondern geschlossen und „fleischig“ bleiben, damit sie von Tieren gefressen werden, welche die verdauten Samen dann ausscheiden. Begonia burkillii hat eine zweite Besonderheit, sie ist diözisch (zweihäusig). Es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Die meisten anderen Begonien sind monözisch, ein und dieselbe Pflanze kann männliche und weibliche Blüten produzieren.
Die Blattzeichnung der Art ist ziemlich variabel, und in der Natur wachsen sehr unterschiedlich aussehende Individuen in derselben Population direkt nebeneinander. Bei der „Dark Form“ handelt es sich um einen Einzelklon mit festgelegtem Muster. Die Blätter sind komplett samtig und sehr dunkel, fast schwarz mit fein abgesetzten silbernen Blattvenen. Sie zeigen eine sehr starke Irideszenz. Aber nicht nur die Blätter sind bei dieser Form schön, auch die Blattstiele zeigen ein kontrastreiches Streifenmuster. Die Blüten sind ebenfalls hübsch anzusehen, sie sind hellrosa und für eine Begonie ziemlich groß.
Da es sich bei „Dark Form“ um einen Klon handelt, also alle Exemplare von derselben Pflanze abstammen, haben sie auch alle dasselbe Geschlecht, und zwar männlich.
Möchte man sie also über Samen vermehren oder kreuzen, so muss man eine passende männliche Pflanze finden. Pflanzen des Klons „Silver Edge“ sind weiblich und bei uns im Shop erhältlich.
Du erhältst eine Jungpflanze im 7 cm Topf, ca. 10 cm groß. Sollte als kleine Pflanze noch im Terrarium oder der Vitrine gepflegt werden!
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