- Herkunft: Thailand
- Pflege: Einfach / Mittel / Fortgeschritten
- Als Zimmerpflanze geeignet?: Ja / Eingeschränkt / Nein
- geeignete Standorte: Terrarium
- Besonderheiten: Jungpflanzen zeigen noch nicht die blaue Färbung.
Details zur Pflanze
Microsorum thailandicum ist ein kleinbleibender Farn aus der Provinz Chumphon im Süden von Thailand. Er hat ein scheinbar relativ kleines Verbreitungsgebiet und wurde bislang nur von einem Berg in der Region gesammelt. Er wächst epiphytisch oder lithophytisch in Spalten von Kalksteinfelsen.
M. thailandicum wächst mit einem kompakten, kletternden Rhizom. Die Blätter sind linealisch (lang und dünn, mit gleichmäßiger Breite) und werden etwa 20 bis 30 cm lang und 2 bis 3 cm breit. Sie sind auffällig verdickt und hart, fast sukkulent mit einer eingesenkten Mittelrippe. Oberseits sind die Blätter tief metallisch blau gefärbt. Im Gegensatz zur blauen Irideszenz bei Begonien, welche man nur betrachten kann, wenn es dunkel ist und man mit einer Taschenlampe oder einem Blitzlicht aus einem bestimmten Winkel auf die Blätter leuchtet, ist die blaue Farbe bei M. thailandicum immer zu sehen. Auch ein benetzen der Blätter mit Wasser lässt die Farbe nicht verschwinden sondern im Gegenteil eher intensiver erscheinen. Die für die Färbung verantwortlichen Nanostrukturen sind andere als bei Begonien. Details dazu stehen in diesem Blogbeitrag.
Die Färbung hat wahrscheinlich auch eine andere Funktion als die Irideszenz der meisten anderen blauen Pflanzen. Es wird vermutet, dass sie bei M. thailandicum als Sonnenschutz dient und nicht als eine Methode extra Licht einzufangen. Dieser Farn wächst zwar auch im schattigen Unterwuchs eines Regenwalds, dieser ist aber nicht so dicht wie man es vielleicht vermutet. Immer wieder fallen einzelne Sonnenflecken bis auf den Boden, und diese sind ca. 1.000 bis 10.000 mal heller als das Restlicht was sonst am Boden ankommt. Genau vor diesem plötzlich auftretendem, intensivem Licht soll wohl die reflektierende blaue Färbung von M. thailandicum schützen.
Microsorum thailandicum wird auch oft als Microsorum steerei verkauft, bei diesem handelt es sich aber um eine andere Art.
Hier kann man sich die Unterschiede zwischen den beiden Arten anschauen (die Namen ins Suchfeld eingeben, direkter Link leider nicht möglich). Wie man sieht sehen die beiden sich nicht besonders ähnlich. Warum also diese Verwirrung beim Namen besteht ist mir nicht ganz klar.



















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